Nervenkrimi um die Württembergische Nachwuchsvereinsmeisterschaft

Mit einem echten Nervenkrimi hat die Württembergische Schülerliga ihre Saison 2026 beendet. Beim Finale, zu dem sich neben dem TB Ruit der VfL Sindelfingen, der TV Weingarten sowie zwei Mannschaften der TSG Bad Wurzach qualifiziert hatten, entschied am Ende eine einzige Übung über den Titel – und dabei machten buchstäblich zehn Zentimeter den Unterschied.
Der TBR ging als Titelverteidiger in den Wettkampf, der in drei Durchgängen ausgetragen wurde. Im entscheidenden dritten Durchgang starten nur die besten drei Mannschaften der Vorrunde, die Punkte aus den ersten beiden Durchgängen werden dabei gestrichen – alles auf Anfang, alles offen. Dass es so weit kommen würde, war nach dem zweiten Durchgang noch keineswegs sicher: Der TBR lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier, hätte sich also eigentlich nicht qualifiziert. Doch die Punktzahlen waren so eng beieinander, dass das Team am Ende sogar auf Platz eins sprang und sich doch noch in den Finaldurchgang rettete.
Was dann folgte, war ein Wechselbad der Gefühle. Fast nach jeder Übung wechselte die Führung zwischen Sindelfingen, Weingarten und Ruit – die Spannung in der Halle war spürbar. Jan Felde, Sophie Lang und Laura Fodor legten für den TBR stark vor und hielten den Anschluss. Lina Mühlbauer verkürzte den Rückstand auf den Spitzenreiter weiter. Vor der allerletzten Übung des Tages – und der Saison – lag Ruit auf Rang zwei hinter Sindelfingen.
Alles hing nun an Lillien Scheibler. Sie wusste, dass nur eine exzellente Leistung zum Sieg reichen würde. Ihre Übung war stark, doch an Sprung zehn wurde es dramatisch: Sie landete nur gut zehn Zentimeter vor der blauen Abdeckung. Eine Berührung hätte empfindliche Punktabzüge bedeutet. Doch sie blieb auf dem weißen Tuch und erturnte mit der höchsten Tageswertung die Führung für ihr Team. Mit einem Vorsprung von knapp vier Zehnteln jubelten Mannschaft, Betreuer und die mitgereisten Fans über eine mehr als verdiente Titelverteidigung.
Im Team turnten in der Saison: Leonie Walz, Aurora Pisanu, Jakob Faiß, Jan Felde, Sophie Lang, Laura Fodor, Lillien Scheibler, Lina Mühlbauer

15. Internationaler Filder Pokal – Rekordteilnehmerzahl in Ruit

Am 20. und 21. Juni ist es wieder so weit: Zum 15. Mal verwandelt sich die Sporthalle Ruit in ein Zentrum des deutschen Trampolinturnens. Der Internationale Filder Pokal hat sich zum größten Trampolinwettkampf Deutschlands entwickelt und wächst weiter:: 320 Teilnehmer sind für dieses Jahr gemeldet.
Die Trampolinabteilung des TB Ruit richtet den Wettkampf gemeinsam mit dem Förderverein aus und sorgt für einen würdigen Rahmen für Athletinnen und Athleten wie Zuschauer gleichermaßen.
Der Samstag steht ganz im Zeichen der nationalen Elite. Der Filder Pokal ist einer von wenigen Wettkämpfen in Deutschland, bei denen Punkte sowohl für den Bundeskader und die Deutschen Meisterschaften als auch für eine Nominierung zu den Jugendweltmeisterschaften im Herbst in China gesammelt werden können – das verspricht sportliche Spannung auf höchstem Niveau. Das Finale der Nachwuchsklassen beginnt um 12:30 Uhr, das Finale der älteren Jahrgänge folgt ab ca. 17:00 Uhr.
Der Sonntag gehört dem Nachwuchs: Im Basiswettkampf zeigen hoffnungsvolle Talente, was in ihnen steckt – ein Blick in die Zukunft des Trampolinturnens. Erstes Finale ist um 11:00 Uhr, das zweite um ca. 16:30 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Die Sporthalle Ruit öffnet ihre Türen für alle Trampolinfans. Ein Besuch lohnt sich.