Ehemaliger Ruiter turnt sich in EM-Finale

Bei der Trampolin-Europameisterschaft, die am vergangenen Wochenende in Portugal ausgetragen wurde, sorgte ein ehemaliger Ruiter Turner für eine erfreuliche Überraschung: Ryan Eschke, der seine turnerischen Anfänge beim TB Ruit hatte, schaffte es im erstmals ausgetragenen U-21-Wettbewerb bis ins Finale und belegte dort den herausragenden fünften Platz.
Eschkes Weg führte ihn vom Verein zunächst an den Bundesstützpunkt Stuttgart/Ruit und später weiter an einen hessischen Stützpunkt, wo er seitdem sein Training absolviert. Seinen Wurzeln im Ländle ist er damit zumindest geografisch entwachsen – sportlich aber hat er eindrucksvoll gezeigt, welchen Grundstein er einst hier gelegt hat.
Der Weg ins Finale war nicht einfach: In zwei Qualifikationsrunden musste er sich gegen starke internationale Konkurrenz behaupten und präsentierte dabei drei überzeugende Übungen. Im Finale bestätigte er diese Leistung und wurde mit Platz fünf belohnt. Damit war Ryan Eschke der einzige deutsche Teilnehmer, dem in einem Einzelwettbewerb dieser Europameisterschaft, ob bei den Senioren, der U21 oder den Junioren, der Sprung in ein Finale gelang.
Für die Trampolinabteilung des TB Ruit ist das ein Grund zur Freude: Dass ein ehemaliger Nachwuchsturner aus den eigenen Reihen heute auf europäischem Spitzenniveau mitturnt, zeigt, was gute Jugendarbeit langfristig bewirken kann.

Wettkampfwochenende in der Sporthalle Ruit

Am 25. und 26. April wird die Sporthalle Ruit gleich an zwei Tagen zur Wettkampfarena.
Am Samstag sind die Teams der Württembergischen Schülerliga, Gruppe Nord, zu Gast, darunter auch zwei Mannschaften des TB Ruit. Das Rennen um die Qualifikation zum Finale in Sindelfingen ist noch offen, und dieser Wettkampftag könnte dabei eine Vorentscheidung bringen.
Am Sonntag stehen die Baden-Württembergischen Synchronmeisterschaften auf dem Programm. Der TB Ruit ist mit elf Paaren in verschiedenen Altersklassen vertreten, sowohl in gleichgeschlechtlichen als auch in gemischten Paarungen. Der Mixed-Wettkampf, seit zwei Jahren fester Bestandteil des Programms, hat sich dabei als echte Bereicherung erwiesen. Synchronturnen lohnt sich übrigens auch für Zuschauer besonders: Die enge Abstimmung zwischen zwei Athleten macht die Eleganz der Sportart auf besondere Weise sichtbar.
Die genauen Zeitpläne werden rechtzeitig in der kommenden Woche veröffentlicht.

Zwei weitere Titel für Ruit

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen des Trampolinturnens auf Landesebene: Der TB Ruit richtete die Württembergischen Meisterschaften aus, und die heimischen Athletinnen und Athleten nutzten die Gelegenheit eindrucksvoll. Am Samstag standen die Einzelausscheidungen auf dem Programm, am Sonntag folgte der Mannschaftswettkampf. 15 Ruiter Turnerinnen und Turner gingen im Einzel an den Start.
In der jüngsten Altersklasse (7–10 Jahre, weiblich) vertraten drei Ruiterinnen ihren Verein. Leonita Busati belegte den vierten Platz. Malia Riemer und Leonie Walz lieferten sich ein enges Duell um den Sieg und holten bei ihren ersten Meisterschaften die Plätze zwei und drei. Ein gelungenes Debüt auf der großen Bühne.
In der AK 11/12 traten vier Mädchen und zwei Jungs des TBR an. Sophie Lang verpasste als Neunte das Finale nur knapp, während Nele Strobel den Sprung dorthin schaffte und sich mit Rang sieben belohnte. Den packenden Titelkampf entschied Lillien Scheibler knapp vor ihrer Vereinskollegin Lina Mühlbauer. Ein Ruiter Doppelsieg, der Zuschauer und Trainer jubeln ließ. Noch mehr Grund zur Freude gab es, weil beide gleichzeitig die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften erfüllten. Bei den Jungs verpasste Jakob Faiss das Finale denkbar knapp, Jan Felde hingegen zeigte eine starke Leistung und durfte sich am Ende über den dritten Platz freuen.
In der AK 13/14 hielten Tamara Strobel und Laura Fodor die Fahnen des TBR hoch. Beide standen im Finale und steigerten sich dort nochmals. Tamara Strobel sicherte sich den Meistertitel, Laura Fodor folgte auf Rang zwei und ließ dabei namhafte Landeskaderathletinnen hinter sich.
In der AK 15/16 unterstrich Bundeskaderathletin Maya Seidner ihre Ausnahmestellung. Mit drei überzeugenden Übungen setzte sie sich klar durch und wurde souveräne Württembergische Meisterin.
Erstmals traten drei Ruiterinnen in der AK 17+ an. Johanna Kruslin erwischte keinen guten Tag und musste beide Kürübungen früher als geplant beenden. Lydia Clemens turnte sich mit soliden Übungen ins Finale, wo sie ebenfalls nicht ihr volles Potenzial abrufen konnte. Mit etwas mehr Glück wäre für sie die DM-Norm durchaus in Reichweite gewesen. Valeria Limonova dagegen lief an diesem Tag zu großer Form auf. Nach einem starken Vorkampf steigerte sie sich im Finale nochmals, holte den Meistertitel und sicherte sich damit auch die begehrte Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften.
Am Ende stand eine beeindruckende Bilanz: vier Württembergische Meistertitel, drei Vizemeisterschaften und drei dritte Plätze für den TBR, dazu drei DM-Qualifikationen. Der Wettkampf war auch abseits des Sports ein Erfolg. Der Förderverein sorgte mit einem reichhaltigen Verpflegungsangebot im Vorraum der Sporthalle Ruit für das leibliche Wohl, und die zahlreichen Zuschauer erlebten Trampolinturnen auf beachtlichem Niveau.